Justizwachtmeisterin / Justizwachtmeister (m/w/d)

Die Beamtinnen und Beamten des ersten Einstiegsamtes im Justizdienst (Justizwachtmeister/innen) erfüllen in den Gerichten und Staatsanwaltschaften wichtige und verantwortungsvolle Aufgaben im Sitzungs-, Vorführungs-, Sicherheits- und Ordnungsdienst. Justizwachtmeisterinnen und Justizwachtmeister sind u. a. zuständig für: 

  • die Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit in den Justizgebäuden einschließlich der dazu erforderlichen Maßnahmen im Rahmen des Sicherheitskonzeptes,
  • den Sicherheits-, Auskunfts- und Pförtnerdienst an den Eingängen der Dienstgebäude (Einlasskontrolle),
  • die Wahrnehmung des Dienstes in den Terminen und Sitzungen einschließlich des Vollzugs sitzungspolizeilicher Maßnahmen,
  • die Vorführung von Gefangenen zu Terminen und Sitzungen sowie die zwangsweise Vorführung anderer Personen,
  • die Bewachung der vorgeführten, in Haft genommenen oder auf besondere Anordnung zu beaufsichtigenden Personen innerhalb der Justizgebäude oder bei Terminen und Sitzungen außerhalb der Gerichtsstelle,
  • Aktentransporte sowie
  • die Aushändigung und Zustellung von Schriftstücken.

Während des Dienstes besteht die Verpflichtung zum Tragen von Dienstkleidung.

Praktika:
Es ist möglich, ein Praktikum bei einem Gericht zu absolvieren. Bewerbungen sind frühzeitig vor dem
gewünschten Termin schriftlich an das Gericht der Wahl zu richten. Es empfiehlt sich, dort zunächst
vorab telefonisch bei der Geschäftsleiterin oder dem Geschäftsleiter die Möglichkeit eines Praktikums
und die Einzelheiten der Bewerbung zu erfragen.

Voraussetzung

In den Vorbereitungsdienst kann eingestellt werden, wer

  • die gesetzlichen und laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für die Berufung in das Beamtenverhältnis erfüllt,
  • als Bildungsvoraussetzung über die Qualifikation der Berufsreife verfügt und
  • die für die Tätigkeit als Justizwachtmeisterin oder Justizwachtmeister erforderliche körperliche Eignung besitzt.

Darüber hinaus erwarten wir von Ihnen mündliches Ausdrucksvermögen, Organisationsgeschick und Teamfähigkeit.
Handwerkliches Geschick ist von Vorteil.

Ausbildungsinhalt

Zu Ihrer Ausbildung gehören:

Der Vorbereitungsdienst umfasst eine praktische Ausbildung bei einem Gericht neben einer 3-tägigen Hospitation bei einer Justizvollzugsanstalt. Die praktische Ausbildung wird durch fachtheoretischen Unterricht sowie eine Unterweisung in Erster Hilfe ergänzt. Während der Ausbildung sind die Nachwuchskräfte für den Justizwachtmeisterdienst noch nicht verbeamtet, sondern im tariflichen Arbeitsverhältnis als Justizbeschäftigte oder Justizbeschäftigter angestellt.

Besonders qualifizierte Beamtinnen und Beamte können über eine Ausbildungsqualifizierung die Befähigung für das zweite Einstiegsamt im Justizdienst erlangen und dann als Justizfachwirtin bzw. Justizfachwirt eingesetzt werden.

Für Beamtinnen und Beamte, die im Justizwachtmeisterdienst herausgehobene Funktionen mit Führungsaufgaben oder besonderer Verantwortung im Ordnungs- und Sicherheitsbereich wahrnehmen, besteht die Möglichkeit der Fortbildungsqualifizierung. Auch auf diesem Weg kann die Zugangsberechtigung zum zweiten Einstiegsamt im Justizdienst erlangt werden.

Beginn und Dauer der Ausbildung

Dauer des Vorbereitungsdienstes:

Der Vorbereitungsdienst dauert sechs Monate (Zeiten einer förderlichen abgeschlossenen Berufsausbildung oder einer beruflichen Tätigkeit können angerechnet werden).

Ausbildungsentgelte/-bezüge

Das Entgelt für die Tätigkeit als Justizbeschäftigte/r richtet sich nach dem TV-L (Entgeltgruppe 3).

Jahresurlaub

Der Jahresurlaub umfasst 30 Urlaubstage bei einer 5-Tage-Woche.

Ausbildungsdienststellen

Gerichte und Staatsanwaltschaften in Rheinland-Pfalz